Impuls 12.07.2020

BENEDIKT – Der 11. Juli ist das Fest des Vaters des abendländischen Mönchtums, der zugleich Patron Europas ist, freilich nicht alleine, sondern mit anderen zusammen. Dieses »Gremium« der Patrone und Patroninnen Europas (oder sollte man besser »Matronen« sagen? ;-) ist sogar paritätisch besetzt: 3 Frauen (Katharina von Siena, Birgitta von Schweden, Edith Stein) und 3 Männer (Benedikt, Kyrill & Methodius); das ist für katholische Verhältnisse eher ungewöhnlich, um es vorsichtig zu sagen.

In seiner Lebensbeschreibung stellt uns Papst Gregor der Große den hl. Benedikt als einen heiligen Mönch da, der das Ideal des antiken Stoikers und Philosophen mit dem christlichen Asketen vereinigt. Gegen Ende seines Lebens, so Gregor, hat der Benedikt, der Mann Gottes, eine nächtliche Vision: im Strahl des Lichtes Gottes schrumpft das ganze Weltall zusammen. Die Deutung dieser Vision folgt auf dem Fuße: »Der Seele, die den Schöpfer schaut, wird alles andere klein und eng«. Vielleicht gerade heute ein Hinweis für uns auf die richtigen Proportionen im Licht Gottes: Mach aus der Mücke keinen Elefanten, aber auch aus einem Elefanten keine Mücke! Im Licht Gottes wird das Große klein – und das Kleine groß!

In einem Punkt ist Benedikt allerdings keine Idealfigur: Als er sich mit seiner Schwester Scholastika trifft (das geschieht nur einmal im Jahr), entpuppt er sich in dieser Situation als unangenehmer Prinzipienreiter. Als seine Schwester ihn bittet, doch noch zu bleiben, lehnt er das mit Verweis auf die Klosterregel (die er selber verfasst hat) schroff ab. Scholastika verschränkt darauf ihre Finger, legt ihren Kopf darauf und betet zu Gott, der es dann so kräftig regnen, blitzen und donnern lässt, dass Benedikt das Haus nicht verlassen kann. Benedikt macht seiner Schwes­ter Vorwürfe: »Was hast du da getan!« Scholastika darauf (etwas schnippisch): »Ich habe dich gebeten, und du hast nicht gehört. Da bat ich meinen Gott, und er erhörte mich«. Auch hier hält Gregor mit der Deutung nicht hinterm Berge: »Weil Scholastika mehr Liebe hatte, vermochte sie mehr«.

Unvollkommen und manchmal unangenehm, das ist nicht nur der hl. Benedikt. Heilige sind eben auch nur Menschen. Und so haben wir alle noch die Chance, heilig zu werden. Und: vielleicht ist es ja so, dass wir in unserer männerdominierten Kirche lieblos geworden sind. Da hilft keine kleinkarierte Prinzipientreue, sondern großzügige, liebevolle Barmherzigkeit, die allerdings manchmal auch etwas schnippisch und ironisch sein kann (aber nicht zu viel).

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Euch allen einen gesegneten Sonntag und eine gute Woche!

 

Euer und Ihr

Pater Gottfried

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Wieder Gottesdienste mit versammelter Gemeinde

Nach der Aufhebung des Lockdowns im Kreis Gütersloh können ab diesem Wochenende 11.7.2020 wieder Gottesdienste in der evangelischen Kirchengemeinde gefeiert werden.

Sie finden zu den normalen Zeiten statt:  Sonnabend, 19 Uhr in der Christuskirche in Marienfeld und Sonntag, 10 Uhr in der Martin-Luther-Kirche in Harsewinkel.

Die Hygienemaßnahmen müssen noch berücksichtigt werden, daher wird wegen der begrenzten Anzahl der Plätze weiterhin eine Anmeldung, telefonische im Gemeindebüro (Tel. 2130) oder per Mail oder Kontaktformular empfohlen.

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Weltladen samstags wieder auf dem Wochenmarkt

Ab Samstag ist der Weltladen wieder regelmäßig bis Oktober mit einem Stand auf dem Wochenmarkt in Harsewinkel vertreten. Das Ladengeschäft in der Clarholzer Straße bleibt dafür samstags geschlossen.

Der Weltladen Harsewinkel e.V. bietet Produkte wie Kaffee, Tee, Honig, Schokolade, Gewürze, Wein sowie kunsthandwerkliche Arbeiten aus Entwicklungs- und Schwellenländern an.

Mit dem Verkauf werden insbesondere Kooperativen gefördert, in denen sich die Kleinbauern zusammengeschlossen haben. Der Verkauf der fair gehandelten Produkte ist eine Hilfe zur Selbsthilfe.

Dank des Engagements des ehrenamtlichen Teams können die Öffnungszeiten des Weltladens in der Clarholzer Straße 18 (schräg gegenüber der Martin-Luther-Kirche) auch während der Sommerferien konstant bleiben:

dienstags bis freitags von 10 bis 12.30 Uhr sowie montags, dienstags, donnerstags und freitags von 15 bis 18.00 Uhr.

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Corona-Lockdown-Verlängerung - Gottesdienste fallen am 4. und 5. Juli aus

Lockdown-Verlängerung - Nochmaliges Aussetzen der Gottesdienste  

Bedingt durch die Lockdown-Verlängerung werden wir die Gottesdienste am kommenden Wochenende (4. u. 5. Juli) in der Christuskirche Marienfeld und in der Martin-Luther-Kirche Harsewinkel noch einmal ausfallen lassen. Diese Entscheidung der Ev.-Luth. Kirchengemeinde geschieht wieder in ökumenischer Abstimmung.

Gerne verweisen wir auf die Online-Angebote der Kirchen und auch auf die Fernsehgottesdienste.

Für die Lockdown-Zeit werden um 19.30h weiter die Glocken läuten, um zum Gebet einzuladen.

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