Weltladen beteiligte sich an Fairhandelsmesse

Bei der ersten bundesweiten Fairhandelsmesse in Neuss war auch der Weltladen vertreten


 

Der Weltladen Harsewinkel e.V. beteiligte sich am vergangenen Wochenende (21./22.10) an der ersten bundesweiten Fairhandelsmesse NRW in Neuss mit seinen Schwerpunktprojekten aus den Ländern Namibia und Palästina. Die kunsthandwerklichen Arbeiten wie Weihnachtskrippen, Kamele und Schafe aus Olivenholz, die christliche Familien rund um Bethlehem seit Generationen herstellen, konnten somit erstmals einem breiten Fachpublikum vorgestellt werden. Auch die pfiffigen Taschen, Schürzen und Puppen, die von allein erziehenden Müttern aus dem Armenviertel Katutura in Windhoek genäht werden, fanden viel Gefallen – nicht nur bei den Tagesbesucherinnen.

 
Mehr als 50 Aussteller aus ganz Deutschland zeigten eine breite Palette an fair gehandelten Produkten. An den zwei Tagen konnten sich Fachleute und Besucher über aktuelle Sortimente der Fairhandelshäuser, Weltladenkonzepte, Marketingstrategien und Bildungsprojekte informieren.

 


Veranstalter der Messe war das Eine Welt Netz NRW, das neben der Messe auch zu einem Kaffeeforum und zur Landeskonferenz eingeladen hatte. Bei der Eröffnung der  Fairhandelsmesse hob Monika Dülge, erste Vorsitzende des Eine Welt Netzes NRW, hervor, dass der Faire Handel eine wichtige Alternative zu bisherigen weltwirtschaftlichen Strukturen sei. Das zeige sich im internationale Zusammenschluss der Fairhandelsunternehmen, der an die Welthandelsorganisation (WTO) Forderungen gestellt habe, die unter anderem fairere Welthandelspreise und eine Demokratisierung der Strukturen der WTO umfassten.

 Der Kaffeehandel, die Professionalisierung der Weltläden zum Fachgeschäft und deren Profilierung als sozial und ökologisch orientierte Wirtschaftsunternehmen, wurde im anschließenden Kaffeeforum diskutiert. Inzwischen leben weltweit, so Dülge, fünf  Millionen Menschen vom fairen Handel. Ein Ziel sei, bis zum Jahr 2010 den Marktanteil des Kaffees auf drei Prozent zu steigern. In Großbritannien läge dieser Wert bereits zur Zeit bei 20 Prozent.

Für die Weltläden zeige der um 33 Prozent gestiegene Absatz an fair gehandelten Produkten, dass die Menschen von der Idee und der Qualität der Produkte überzeugt sind,  betonte Dülge weiter.

Hauptthemen der Landeskonferenz waren die Kinderarbeit in Indien auf den Baumwollfeldern und die UN-Milleniumsziele zur Bekämpfung der Armut.

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