Impuls 27.09.2020

„Es zieht mich nach beiden Seiten: Ich sehne mich danach, aufzubrechen und bei Christus zu sein – um wieviel besser wäre das!“

(Phil 1, 23)

Erleben Sie das nicht auch manchmal? Dieses Hin- und Hergerissen sein. Vor der Aufgabe zu stehen, sich zeitnah für eine Lösung entscheiden zu müssen oder zu wollen.

Mir geht es jedenfalls so.

Zur Entscheidungsfindung wird genau abgewägt. Was spricht für den einen Weg, welche Vorteile birgt er in sich. Welche Konsequenzen kommen auf mich zu, wenn ich mich für die Alternative entscheide? Ist dann vielleicht alles besser? Es wird auf jeden Fall anders. Wäre die geplante Entscheidung es wert, das Vergangene, Bekannte hinter sich zu lassen, gebe ich alles auf und suche einen neuen Anfang?

Es ist oft eine zermürbende Zeit, diese Entscheidungsfindung und nicht selten hindert sie uns, das Leben tatsächlich mit all seinen Facetten in Angriff zu nehmen. Wir sind gefangen in einem Kreisverkehr und finden einfach nicht die richtige Ausfahrt, weil Zweifel und Angst vor dem Ungewissen uns plagt und wir ja eigentlich immer das Richtige tun wollen.

Dabei sollten wir eines nie vergessen:

Was wir auch tun, wie wir uns auch entscheiden, Jesus der Sohn Gottes, der Mensch geworden ist um uns Nahe zu sein, wird uns auf unserem Weg begleiten. Egal, wie wir uns entscheiden, welche Richtung wir einschlagen – er geht mit uns.

Im Lied zum Bistumsjubiläum „1200 Jahre Bistum Münster“ heißt es in der ersten Strophe:

Gott geht mit uns auf allen unseren Wegen. Durch Raum und Zeit begleitet uns sein Geist. All unser Tun steht unter seinem Segen. Er ist das Wort, das Zukunft uns verheißt. Gestern und heute, heute und morgen: In jedem Leben ist Gottes Geist verborgen. Gestern und heute, heute und morgen: In Gottes großer Liebe bleiben wir für alle zeit geborgen.

Paulus sehnte sich danach, ganz bei Christus zu sein, er sah darin seine Erfüllung.

Bitten wir Gott darum, dass auch wir seine Wege, seine Pläne mit uns erkennen, um Glück und Zufriedenheit zu erlangen.

Thorsten Dammann

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Impuls 20.09.2020

Was gibt mir Kraft…?

Vor fast genau 10 Jahren, am 5. August 2010 wurden in einem chilenischen Kupferbergwerk bei einem Grubenunglück 33 Arbeiter in 700 Meter Tiefe eingeschlossen. 70 Tage waren sie in der Grube eingeschlossen, bis sie schließlich gerettet wurden. Die ganze Welt nahm Anteil an ihrem Schicksal. Durch eine kleine Kamera, die in das Bergwerk eingeführt wurde, konnte die Weltöffentlichkeit das Schicksal der Eingeschlossenen verfolgen.

Nach der Rettung wurde ein Bergarbeiter mit folgenden Worten zitiert: "Ich habe vorher nie gebetet, aber in der Grube habe ich gelernt zu beten. Ich habe zu Gott gefunden."

Viele Menschen haben dazu beigetragen, dass die Menschen gerettet wurden. Sie werden unterschiedliche Motive gehabt haben. Einige haben aus christlicher Verantwortung ehrenamtlich mitgeholfen. Andere haben es als ihre humanitäre Verpflichtung angesehen zu helfen, wieder andere wollten ganz einfach ihre Kumpels lebend wiedersehen. Die Geretteten haben ihre Rettung als Hilfe Gottes verstanden. Hier stellt sich natürlich die klassische Frage nach Gott und seinem Handeln. Was wäre passiert, wenn einige das Unglück nicht überlebt hätten und nicht alle lebend geborgen worden wären?

Ich persönlich glaube, dass Gott an einer ganz anderen Stelle mit dabei war:

Was gibt mir Kraft, bis Hilfe kommt ?

Wie kann man eine solche Hölle überleben? Mit allen Ängsten, mit aller Verzweiflung, mit allen Unwägbarkeiten bis zum Schluss, bis zur Rettung. Noch einmal: "Ich habe vorher nie gebetet, aber in der Grube habe ich gelernt zu beten. Ich habe zu Gott gefunden." Das Gebet hat den Bergleute Kraft und Hoffnung gegeben. Es hat ihnen ermöglicht, nicht aufzugeben sondern durchzuhalten, sich gemeinsam vor Gott zu stellen, ihn in ihre Mitte zu nehmen und mit ihm gemeinsam zu hoffen, dass alles Menschenmögliche getan wird um sie dort rauszuholen.

Immer wieder begegne ich Menschen, die verzweifelt, sind nicht mehr weiterwissen: „Warum tut mir Gott dieses oder jenes an?“. Meine Antwort lautet dabei immer: Gott tut Dir gar nichts an, das sind Menschen, die Dir etwas antun. Gott ist aber an Deiner Seite, weil er in Dir die Hoffnung wach hält, dass all das, was Dich heute noch klagen lässt, überwunden wird.

Das gibt mir Kraft, bis Hilfe kommt.

Martin Liebschwager

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Weinprobe auf der Wiese 11.9.2020 17:30 h

Der Weltladen Harsewinkel lädt erstmals zu einer Weinprobe am Freitag, den 11. September um 17.30 Uhr ein.

Die Weinprobe findet auf der Wiese hinter dem Parkplatz an der Martin-Luther-Kirche statt. Vorgestellt werden drei südafrikanische Weine, die fair gehandelt sind.

Damit die Hygieneschutzmaßnahmen eingehalten werden können, ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Daher wird um vorherige Anmeldung im Weltladen, per Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder telefonisch im Gemeindebüro (Tel. 2130) gebeten.

Der Weltladen Harsewinkel e.V. bietet Produkte wie Kaffee, Tee, Honig, Schokolade, Gewürze, Wein sowie kunsthandwerkliche Arbeiten aus Entwicklungs- und Schwellenländern an. Mit dem Verkauf werden insbesondere Kooperativen gefördert, in denen sich die Kleinbauern zusammengeschlossen haben. Der Verkauf der fair gehandelten Produkte ist eine Hilfe zur Selbsthilfe.

Die Öffnungszeiten des Ladens (Clarholzer Str. 18) sind: Dienstag bis Freitag von 10 bis 12.30 Uhr und Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 15 bis 18.00 Uhr. Bis Ende Oktober steht der Verkaufswagen des Weltladens samstags auf dem Harsewinkeler Wochenmarkt von 8.00 bis 12.30 Uhr.

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