Grusswort Frühjahr 2020

„Ich kann das nicht. Ich bin zu jung.“
„Ich bin schon zu alt.“
„Das kann jemand anders sowieso besser als ich.“

 

Liebe Mitglieder unserer Gemeinde,

Diese Sätze kommen Ihnen vielleicht bekannt vor – weil Sie sie schon einmal gesagt oder viele Male gehört haben.

Sie stehen oft am Anfang von etwas, das Angst macht: Eine neue Arbeit oder Aufgabe, die Führerscheinprüfung, Klausuren und Prüfungen für den Schulabschluss oder die Verantwortung für einen Ausflug oder Urlaub übernehmen. Oder einfach zu viel von allem.

Und dann steht man vor dieser Aufgabe und staunt: Sie ist so viel größer als das, was ich kann und bin. Als alles, was ich jemals zuvor gemacht habe. Und man
steht davor, wie vor einem Berg: Die Augen weit aufgerissen sieht man nur eine felsige Wand und oben die Kuppe schon fast in den Wolken verschwindend. Weiß vom Schnee. Auf den soll ich rauf? Aber wie soll ich das schaffen?

In so einem Moment helfen dann auch keine „klugen Ratschläge“, wie: „Alles fängt mit einem ersten Schritt an – man muss ihn nur machen.“ Oder: „Andere haben das auch geschafft.“ „Du schaffst das schon!“

Die sollen Mut machen und den Berg in unseren Augen kleiner. Aber so richtig helfen tun die nicht. Und schließlich muss ich den ersten Schritt ja auch selbst machen. Den kann kein anderer für mich übernehmen. Wie auch die restlichen Schritte nicht. Und das können ganz schön viele sein, bis man oben angekommen ist!

Die Sätze vom Anfang stammen von Menschen, die vor großen Abenteuern standen: Jeremia, Sarah, Mose. Die drei haben einige Höhen erklommen und Tiefen durchschritten. Sie haben immer wieder vor Bergen gestanden und wussten nicht, wie sie das schaffen sollten. Sie haben viele kluge Ratschläge gehört und so einige davon in den Wind geschlagen. Aber: Sie haben sich von diesem Schreckmoment vor den großen Aufgaben nicht unterkriegen lassen.

Wie haben die das gemacht? Jede und jeder auf seine Weise. Aber jede und jeder mit dem Gedanken, dass sie nicht allein unterwegs sind. In ihren Aufgaben, Arbeiten, Höhen und Tiefen. Bei allem, was ihnen zu viel wird.

Mose übergibt seine Aufgaben bevor er stirbt an einen Nachfolger. Und er gibt ihm und dem Volk Israel als Mutwort mit auf den Weg:

„Seid mutig und stark! Habt keine Angst und lasst euch nicht von ihnen einschüchtern! Denn der HERR, euer Gott, geht mit euch. Er hält immer zu euch und lässt euch nicht im Stich!“ (5.Mose 31,6)

Mose hat ganz bestimmte Menschengruppen vor Augen, vor denen die Israeliten und sein Nachfolger Josua Angst haben könnten.

Mandy Liebetrau schaut mutig und zuversichtlich in ihre Zukunft  

Foto: Mohring-Kohler

Ich weiß nicht, was Ihre Berge sind. Wovor Sie Angst haben oder was Sie in Ihrem Leben einschüchtert. Aber ich weiß, dass Sie bei allem, was vor Ihnen liegt, nicht allein unterwegs sind. Gott ist bei Ihnen – vom ersten bis zum letzten Schritt.

Ich wünsche Ihnen für das, was Sie vorhaben, alles Gute und Gottes reichen Segen!

 

Ihre Mandy Liebetrau

 

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