Wahlvorschläge Presbyteriumswahl 2020 jetzt einreichen

Anfang März 2020 ist es wieder soweit, die Presbyterien der westfälischen Kirchengemeinden werden neu zusammengesetzt und dazu gehört auch unsere Gemeinde.

 

Das Wahlverfahren beginnt mit der Gemeindeversammlung, die am Sonntag, den 10. November um 11.00 Uhr im Gemeindehaus stattfindet und zu der wir Sie/Dich ganz herzlich einladen.

 

Auf der Gemeindeversammlung wird das Wahlverfahren erläutert, die Zahl der zu wählenden Presbyterinnen und Presbyter genannt und es können die ersten Vorschläge für die Kandidaten eingereicht werden.

Die Aufgaben eines Kirchenvorstandes, wer wählen darf, wer gewählt werden kann, erfahren Sie / erfährst Du nachstehend.

 

Wir - das Presbyterium - freuen uns über ein reges Interesse an der Gemeindeversammlung, über viele Vorschläge und eine hohe Wahlbeteiligung.

 

Wer leitet eine Kirchengemeinde?

Die Kirchengemeinde wird vom Presbyterium (Kirchenvorstand) geleitet. Dies geschieht in gemeinsamer Verantwortung von Pfarrerinnen/Pfarrern und Presbyterinnen/Presbytern.

Das Presbyterium wählt eine Vorsitzende oder einen Vorsitzenden aus seiner Mitte. Auch wenn Pfarrstelleninhaberinnen und -inhaber grundsätzlich dazu verpflichtet sind, den Vorsitz oder die Stellvertretung im Presbyterium zu übernehmen: auch Presbyterinnen und Presbyter können diese wichtige Aufgabe wahrnehmen. Das Presbyterium entsendet Abgeordnete in die Kreissynode, also in das Leitungsgremium des Kirchenkreises, und wirkt so an der Leitung der Kirche mit.

 

Welche Aufgaben hat ein Presbyterium?

Presbyterinnen und Presbyter leiten zusammen mit den Pfarrerinnen und Pfarrern die Kirchengemeinde. Das Presbyterium kümmert sich um alle inhaltlichen, personellen, finanziellen und baulichen Angelegenheiten der Gemeinde.

 

Konkret hat das Presbyterium folgende Aufgaben:

  • es wacht darüber, dass in der Gemeinde das Evangelium rein und lauter verkündigt wird und die Sakramente recht verwaltet werden
  • es wirkt bei der Pfarrwahl mit
  • es ist für die Konfirmanden-Arbeit verantwortlich
  • es beschließt über die Zulassung zum Heiligen Abendmahl
  • es legt die Zahl der Gottesdienst und deren Zeiten fest
  • es fördert die Kirchenmusik und den Gemeindegesang
  • es sorgt für die Sammlung und Weiterleitung der Kollekten
  • es kümmert sich um die Ausstattung der gottesdienstlichen Räume und die Pflege der kirchlichen Geräte
  • es unterstützt die Pfarrerinnen und Pfarrer bei den Hausbesuchen
  • es ist verantwortlich für die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
  • es wahrt die kirchlichen Anliegen im Blick auf die Schulen
  • es hält Kontakt zu den Einrichtungen der Diakonie
  • es stellt die haupt- und nebenberuflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein und übt die Dienstaufsicht aus
  • es beauftragt ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • es verwaltet das Vermögen der Kirchengemeinde
  • es vertritt die Kirchengemeinde im Rechtsverkehr

 

Informationen zum Wahlverfahren:

Wer kann einen Wahlvorschlag einreichen?

Jedes wahlberechtigte Gemeindeglied kann bis zu dem im Terminplan festgelegten Zeitpunkt schriftlich Wahlvorschläge beim Presbyterium einreichen. Ein Wahlvorschlag muss von mindestens fünf Gemeindegliedern unterzeichnet sein, die zum Zeitpunkt der Feststellung der Wahlvorschläge die Voraussetzungen nach § 1 erfüllen. Die schriftliche Zustimmungserklärung des vorgeschlagenen Gemeindegliedes muss beigefügt sein. Vordrucke sind ab der Gemeindeversammlung erhältlich.

 

Wer kann wählen? (§1)

(1) Wahlberechtigtes Gemeindeglied ist, wer

  1. a) am Wahltag das 14. Lebensjahr vollendet hat,
  2. b) zu den kirchlichen Abgaben beiträgt, soweit die Verpflichtung hierzu besteht, und
  3. c) die Gemeindegliedschaft nicht bis zum Wahltage durch Kirchenaustritt verloren hat.

 

(2) Nicht wahlberechtigt ist, wer bei Beginn des Wahlverfahrens

  1. a) seine Wahlberechtigung nach einer Entlassung aus dem Presbyterium wegen Pflichtverletzung verloren hat oder
  2. b) in einem Kirchenzuchtverfahren steht.

 

Wer kann gewählt werden? (§2)

(1) Das Amt einer Presbyterin oder eines Presbyters kann solchen Gemeindegliedern übertragen werden, welche nach den Bestimmungen der Kirchenordnung zu diesem Amt befähigt und zugelassen sind.

Wählbar ist, wer am Wahltag wahlberechtigtes Gemeindeglied nach § 1 ist und das 18. und noch nicht das 75. Lebensjahrvollendet hat.

(2) Das Amt einer Presbyterin oder eines Presbyters kann ordinierten Gemeindegliedern nicht übertragen werden. Das gleiche gilt für Gemeindeglieder, die im kirchlichen Vorbereitungs- oder Probedienst stehen. Das Landeskirchenamt kann in besonders begründeten Einzelfällen Ausnahmen von Satz 1 zulassen.

 

Wie lange dauert die Amtszeit? (§3)

Das Amt einer Presbyterin oder eines Presbyters wird auf die Dauer von vier Jahren übertragen, soweit sich aus diesem Gesetz nichts anderes ergibt. Wiederwahl ist zulässig.