Wieder Gottesdienst mit versammelter Gemeinde

Am Wochenende (9./10. Mai), ist es so weit: Erstmals seit neun Wochen lädt die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Harsewinkel wieder zu den Gottesdiensten ein: Sonnabend, 19 Uhr in der Christuskirche in Marienfeld und Sonntag, 10 Uhr in der Martin-Luther-Kirche in Harsewinkel. „Wir freuen uns, dass sich nun wieder Menschen in unserer Kirche versammeln können“, sagt Pfarrer Martin Liebschwager. „Wir wissen dabei um unsere Verantwortung und haben ein Schutzkonzept entwickelt, das wir sorgfältig anwenden werden. Denn von unserer Gemeinschaft im Gottesdienst soll Stärkung ausgehen und keine neue Ansteckungsgefahr.“

Entsprechend behutsam ist die Evangelische Kirche von Westfalen vorgegangen: Maßgeblich sind die Eckpunkte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die mit dem Robert-Koch-Institut abgestimmt wurden. Auf dieser Grundlage hat die Gemeinde konkrete Maßnahmen vorbereitet.

Folgende Regeln gelten demnach für Gottesdienste in der Kirche:

  • Der Abstand zwischen zwei Personen beträgt zwischen anderthalb und zwei Meter in jede Richtung, entsprechend sind die Plätze in der Kirche markiert. Wer zu einem Hausstand gehört, darf aber näher zusammenrücken.
  • Die Emporen in den Kirchen werden nicht genutzt.
  • Auf diese Weise reduziert sich die Zahl der Plätze in der Kirche in Marienfeld auf 30 und in Harsewinkel auf 35. So viele Personen dürfen maximal am Gottesdienst teilnehmen.
  • Wegen der begrenzten Anzahl der Plätze, wird eine telefonische Anmeldung im Gemeindebüro (Tel. 2130) empfohlen.
  • Besucherinnen und Besucher desinfizieren sich vor der Kirchentür die Hände. Dazu wird Desinfektionsmittel bereitgestellt.
  • Um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können, werden die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher in eine Liste eingetragen.
  • Die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen und sind gebeten, diesen mitzubringen.
  • Auf Berührungen wie Händedruck zur Begrüßung wird verzichtet.
  • Kollekten werden nur am Ausgang eingesammelt
  • Das Abendmahl entfällt momentan wegen der hohen Ansteckungsgefahr. Ein Gottesdienst ohne Abendmahl ist keine mindere Form - auch in ihm ist die Gegenwart Gottes in ganzer Fülle vorhanden.

 

Pfarrer Jörg Eulenstein: „Vieles, was wir jetzt in unserer Kirche praktizieren, ist ungewohnt, manches wird sich seltsam oder fremd anfühlen. Doch wir sind zuversichtlich, dass wir auch unter diesen besonderen Bedingungen fröhlich und nachdenklich zusammenkommen können, um Trost und Stärke zu empfangen, um Gott zu loben und ihm zu danken.“

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