Impuls 07.04.2020

Gedanken zum 91. Psalm

Die Texte des Alten und Neuen Testaments liefern uns keine Antwort auf die Funktionsweise eines RNA-Virus oder wie wir uns richtig die Hände waschen. Doch manchmal unverhofft springen uns einzelne Stellen ins Auge, über die wir vor wenigen Wochen vielleicht noch achtlos hinweg gelesen hätten.

Du musst nicht erschrecken vor dem Grauen der Nacht, vor dem Pfeil, der des Tages fliegt,

vor der Pest, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die am Mittag Verderben bringt.

Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen,

dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.

Der Psalm beschreibt ein Idealbild, ein Schweben über dem Boden, unberührt vom Staub der Welt. Über den Dingen stehend, getragen und sicher. Diese Erfahrung können wir heute teilen, und teilen sie auch nicht. Wir leben in einem Land mit einem der besten Gesundheitssysteme der Welt, wir haben Nahrung und Wasser, Strom und Wärme. Viele Menschen in der Politik und dem Gesundheitswesen setzen sich für uns ein und versuchen, die Auswirkungen der Krise so gering wie möglich zu halten.

Doch es bleibt auch Unsicherheit und Einsamkeit. Vielleicht sind Sie infiziert oder eine Person in ihrem näheren Umfeld. Vielleicht sind Sie alleine und einsam. Fragen stehen im Raum.

Wir können nicht schweben, die Schwerkraft der Erde holt uns immer wieder zurück auf den Boden der Tatsachen. Doch wir dürfen trotz allem das Vertrauen bewahren. Wir können uns an Gott wenden, auf ihn hoffen und zu ihm beten. Denn er hat gesagt:

Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören; ich bin bei ihm in der Not, ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen.

Das gibt Halt, hilft die Zuversicht zu bewahren und schwungvoll durch den Tag zu gehen, hoffentlich ein ganz kleines bisschen schwebend.

Gedanken zum 91. Psalm

Die Texte des Alten und Neuen Testaments liefern uns keine Antwort auf die Funktionsweise eines RNA-Virus oder wie wir uns richtig die Hände waschen. Doch manchmal unverhofft springen uns einzelne Stellen ins Auge, über die wir vor wenigen Wochen vielleicht noch achtlos hinweg gelesen hätten.

Du musst nicht erschrecken vor dem Grauen der Nacht, vor dem Pfeil, der des Tages fliegt,

vor der Pest, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die am Mittag Verderben bringt.

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Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen,

dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.

Der Psalm beschreibt ein Idealbild, ein Schweben über dem Boden, unberührt vom Staub der Welt. Über den Dingen stehend, getragen und sicher. Diese Erfahrung können wir heute teilen, und teilen sie auch nicht. Wir leben in einem Land mit einem der besten Gesundheitssysteme der Welt, wir haben Nahrung und Wasser, Strom und Wärme. Viele Menschen in der Politik und dem Gesundheitswesen setzen sich für uns ein und versuchen, die Auswirkungen der Krise so gering wie möglich zu halten.

Doch es bleibt auch Unsicherheit und Einsamkeit. Vielleicht sind Sie infiziert oder eine Person in ihrem näheren Umfeld. Vielleicht sind Sie alleine und einsam. Fragen stehen im Raum.

Wir können nicht schweben, die Schwerkraft der Erde holt uns immer wieder zurück auf den Boden der Tatsachen. Doch wir dürfen trotz allem das Vertrauen bewahren. Wir können uns an Gott wenden, auf ihn hoffen und zu ihm beten. Denn er hat gesagt:

Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören; ich bin bei ihm in der Not, ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen.

Das gibt Halt, hilft die Zuversicht zu bewahren und schwungvoll durch den Tag zu gehen, hoffentlich ein ganz kleines bisschen schwebend.

https://www.youtube.com/watch?v=fQnK7_lcSNs

Lorenz Garbe, Gemeindepraktikant der ev. Kirchengemeinde

 

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