Impuls 28.03.2020

„Bevor des Tages Licht vergeht, o Herr der Welt, hör dies Gebet:
Behüte uns in dieser Nacht durch deine große Güt und Macht.“

Jeden Abend um 19:25 klingelt mein Wecker. Das heißt für mich: Alles ausmachen, was an ist: Radio, TV, Computer oder Handy. Dann schnappe ich mir eine Kerze und die Streichhölzer, zünde sie an und stelle sie in mein Fenster.

Zuletzt schalte ich das Licht aus und warte. Um 19:30h erklingen dann die Glocken und es ist Zeit fürs Gebet.

Manchmal – so habe ich festgestellt – trage ich kein Gebet in mir. Und statt vorformulierter Gebete habe ich angefangen, Lieder zu singen.

Oben ist die erste Strophe eines Hymnus abgebildet, der zur Komplet gehört, dem letzten Stundengebet des Tages. Dort heißt es in der zweiten Strophe:

„Hüllt Schlaf die müden Glieder ein, lass uns in die geborgen sein
und mach am Morgen uns bereit zum Lobe deiner Herrlichkeit.“

Während ich es singe, bin ich mit meinen Gedanken bei Gott und bei all den Menschen, die ich vor ihn bringen möchte. Den Menschen, die seinen Schutz Tag und Nacht am dringendsten nötig haben.

Die sich einsam fühlen, kein Dach über dem Kopf haben oder vor Angst nicht einschlafen können. Diejenigen, die Geborgenheit gut gebrauchen könnten.

Die letzte Strophe lautet:

„Dank dir, o Vater reich an Macht, der über uns voll Güte wacht
und mit dem Sohn und Heilgen Geist des Lebens Fülle uns verheißt.“

Wenn ich dass anschließende Amen gesungen habe und danach das Vaterunser gebetet habe, weiß ich mich mit all meinen Gebetsanliegen, die ich nicht formulieren konnte, bei Gott aufgehoben.

Singen und Beten – das geht gut zusammen. Probieren Sie es auch mal aus - Das Lied hat im Gotteslob die Nummer 663 und im Evangelischen Gesangbuch die Nummer 686.

Mögen Sie behütet bleiben!

Ihre Vikarin Mandy Liebetrau

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