Impuls 08.04.2020

Vor wenigen Tagen starb auf tragische Weise eine junge Frau, die Veronika heißt. Ihr Name erinnert mich an eine tiefe Begegnung Jesu auf seinem Kreuzweg nach Golgota. Obwohl in der Bibel mit keinem Wort erwähnt, ist diese Begegnung seit Jahrhunderten fest im Leben der Kirche verankert. In den meisten katholischen Kirchen wird sie als sechste Kreuzwegstation dargestellt unter der Bezeichnung „Veronika reicht Jesus das Schweißtuch“: Eine junge Frau aus der Anhängerschaft Jesu steht voll Schmerz am Rand der Straße. Sie sieht den Geschundenen kommen, sein Gesicht ist von Blut überströmt. Kurz reicht sie ihm ein Tuch, um den Schweiß und das Blut zu trocknen. Er nimmt es und drückt dahinein sein Gesicht. Doch die Soldaten stoßen die Frau zurück. Aber sein Bild hatte sich in das Tuch eingeprägt. Sie nimmt es mit sich zur Erinnerung.

Jesus begegnet Veronika auf seinem Weg. Er wendet sich ihr zu voller Liebe, voller Aufmerksamkeit. Nicht mit vielen Worten und wortgewandten Reden. Auch jetzt und gerade jetzt ist der bleibende Blick für Veronika notwendig. Jesus ist und bleibt Veronika in ihrer Einmaligkeit zugewandt. Selbst auf seinem Kreuzweg wertschätzt er den suchenden und fragenden Menschen. Veronika kann diesem Blick Jesu nur mit Liebe begegnen. Sie will ihn festhalten, will etwas aus dieser Begegnung hinüberretten in ihren Alltag. Ihr Schweißtuch, das Tuch ihrer Not, ihrer Ängste und Sorgen, das Tuch durchwachter Nächte und geweinter Dunkelheiten nimmt diesen letzten Blick Jesu für immer auf. Gottes Gabe an Veronika ist sein liebender Blick. Und wenn Jesus damals im größten Stress, ausgepeitscht, verwundet, von den Soldaten grausam vorwärtsgetrieben, mit einem Kreuz beladen Zeit fand für Veronika, wie viel mehr heute für uns!

Es ist eine eindrückliche Demonstration seiner Barmherzigkeit und Weitherzigkeit. Wir sind bei ihm unvergessen. Inmitten aufgewühlter Gefühle erhalten kleine Zeichen der Liebe bleibenden Bestand.

Wo stehst Du? Wohin geht Dein Blick? Was kannst Du dem Herrn hinhalten? Welches Zeichen seiner Liebe hast Du bisher schon erhalten?

André Pollmann

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Impuls 07.04.2020

Gedanken zum 91. Psalm

Die Texte des Alten und Neuen Testaments liefern uns keine Antwort auf die Funktionsweise eines RNA-Virus oder wie wir uns richtig die Hände waschen. Doch manchmal unverhofft springen uns einzelne Stellen ins Auge, über die wir vor wenigen Wochen vielleicht noch achtlos hinweg gelesen hätten.

Du musst nicht erschrecken vor dem Grauen der Nacht, vor dem Pfeil, der des Tages fliegt,

vor der Pest, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die am Mittag Verderben bringt.

Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen,

dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.

Der Psalm beschreibt ein Idealbild, ein Schweben über dem Boden, unberührt vom Staub der Welt. Über den Dingen stehend, getragen und sicher. Diese Erfahrung können wir heute teilen, und teilen sie auch nicht. Wir leben in einem Land mit einem der besten Gesundheitssysteme der Welt, wir haben Nahrung und Wasser, Strom und Wärme. Viele Menschen in der Politik und dem Gesundheitswesen setzen sich für uns ein und versuchen, die Auswirkungen der Krise so gering wie möglich zu halten.

Doch es bleibt auch Unsicherheit und Einsamkeit. Vielleicht sind Sie infiziert oder eine Person in ihrem näheren Umfeld. Vielleicht sind Sie alleine und einsam. Fragen stehen im Raum.

Wir können nicht schweben, die Schwerkraft der Erde holt uns immer wieder zurück auf den Boden der Tatsachen. Doch wir dürfen trotz allem das Vertrauen bewahren. Wir können uns an Gott wenden, auf ihn hoffen und zu ihm beten. Denn er hat gesagt:

Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören; ich bin bei ihm in der Not, ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen.

Das gibt Halt, hilft die Zuversicht zu bewahren und schwungvoll durch den Tag zu gehen, hoffentlich ein ganz kleines bisschen schwebend.

Gedanken zum 91. Psalm

Die Texte des Alten und Neuen Testaments liefern uns keine Antwort auf die Funktionsweise eines RNA-Virus oder wie wir uns richtig die Hände waschen. Doch manchmal unverhofft springen uns einzelne Stellen ins Auge, über die wir vor wenigen Wochen vielleicht noch achtlos hinweg gelesen hätten.

Du musst nicht erschrecken vor dem Grauen der Nacht, vor dem Pfeil, der des Tages fliegt,

vor der Pest, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die am Mittag Verderben bringt.

[...]

Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen,

dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.

Der Psalm beschreibt ein Idealbild, ein Schweben über dem Boden, unberührt vom Staub der Welt. Über den Dingen stehend, getragen und sicher. Diese Erfahrung können wir heute teilen, und teilen sie auch nicht. Wir leben in einem Land mit einem der besten Gesundheitssysteme der Welt, wir haben Nahrung und Wasser, Strom und Wärme. Viele Menschen in der Politik und dem Gesundheitswesen setzen sich für uns ein und versuchen, die Auswirkungen der Krise so gering wie möglich zu halten.

Doch es bleibt auch Unsicherheit und Einsamkeit. Vielleicht sind Sie infiziert oder eine Person in ihrem näheren Umfeld. Vielleicht sind Sie alleine und einsam. Fragen stehen im Raum.

Wir können nicht schweben, die Schwerkraft der Erde holt uns immer wieder zurück auf den Boden der Tatsachen. Doch wir dürfen trotz allem das Vertrauen bewahren. Wir können uns an Gott wenden, auf ihn hoffen und zu ihm beten. Denn er hat gesagt:

Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören; ich bin bei ihm in der Not, ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen.

Das gibt Halt, hilft die Zuversicht zu bewahren und schwungvoll durch den Tag zu gehen, hoffentlich ein ganz kleines bisschen schwebend.

https://www.youtube.com/watch?v=fQnK7_lcSNs

Lorenz Garbe, Gemeindepraktikant der ev. Kirchengemeinde

 

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Trotz Coronakrise: Zuversicht! Sieben Wochen ohne Pessimismus

Die Zuversicht wächst in der gelebten Gemeinschaft, im gelebten ‚Du bist nicht allein!‘. Und wenn du dich von Menschen im Stich gelassen fühlst, ist es Gott, der bei dir bleibt.

Gott steckt in der der Überraschung oder wie es Albert Schweitzer formulierte: ‚Der Zufall ist das Pseudonym, das der liebe Gott wählt, wenn er inkognito bleiben will.‘

Gottes Liebe liegt außerhalb der rational kalkulierten Weltsicht. Und auf Gott zu vertrauen ist keine Strategie, sondern die Einsicht in die Vorläufigkeit menschlicher Erfahrung und Erkenntnis.

Gottvertrauen im Sinne Jesu, Hoffnung und Einsicht in die menschliche Fehlbarkeit helfen, auf absoluten Zorn zu verzichten. Und sie erleichtern es, die Parolen jener anzuzweifeln, die den Untergang der Welt ankündigen, falls man ihnen nicht folgt.

Ihren dunklen Botschaften widerspricht der Psalm 62: ‚Bei Gott ist mein Heil und meine Ehre, der Fels meiner Stärke, meine Zuversicht ist bei Gott. Hoffet auf ihn allezeit, liebe Leute, schüttet euer Herz vor ihm aus; Gott ist unsere Zuversicht.‘“

 

Sind Sie dabei bei der Harsewinkler Ökumenischen Aktion:

Ökumenisches Glockenläuten & Kerzenlicht - täglich 19:30h

Mehr Informationen zum diesjährigen Fastenmotto erhalten Sie auch unter:

https://7wochenohne.evangelisch.de/

 

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Ökumenisches Glockenläuten & Kerzenlicht - täglich 19:30h

Die evangelische Kirchengemeinde und die katholische Pfarrgemeinde schließen sich gemeinsam mit allen Kirchengemeinde des Kirchenkreises Halle und vielen katholischen Gemeinden einer ökumenischen Initiative an und werden ab Freitag, 20. März, bis Gründonnerstag, 9. April, jeden Abend um 19.30 Uhr die Glocken ihrer Kirchen läuten. Die beiden großen Glocken einer jeden Kirche laden dann die Menschen ein, zuhause eine Kerze anzuzünden, sie in ein Fenster zu stellen und ein Gebet zu sprechen. "Christinnen und Christen wissen sich dann für fünf Minuten in Gedanken als Gemeinschaft verbunden“. Dieses Miteinander soll Menschen stärken und verbinden.

Einen Gebetsvorschlag für die private Andacht alleine oder in der Familie steht in diesem Beitrag (Quelle Kirchengemeinde Werther).

 

Auf der Homepage der evangelischen Kirchengemeinde und der katholischen Pfarrgemeinde finden Sie ab Sonntag bis auf Weiteres täglich einen geistlichen Impuls, der von den katholischen und evangelischen Geistlichen im Wechsel gestaltet wird.

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Absage von Veranstaltungen

Aufgrund einer Empfehlung der Evangelischen Kirche von Westfalen werden bis zum 29. April keine Gottesdienste mehr in der evangelischen Kirchengemeinde Harsewinkel gefeiert.

Auch fallen ab sofort alle gemeindlichen Veranstaltungen bis Ende April aus.

In dringenden Seelsorgerischen Fragen können Sie sich natürlich weiterhin gerne an das Gemeindebüro oder die Pfarrer wenden.

Darüber hinaus stellt die EKD und auch die Westfälische Landeskirche eine Reihe von Online-Angeboten zur Verfügung.

http://kirche-hsw.de/index.php/service/weblinks

Wir bitten um Ihr Verständnis


Aufgrund der Prognosen des Robert-Koch-Instituts bleibt der Weltladen Harsewinkel e.V. ab sofort auch geschlossen.

Bestellungen werden gern per Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder telefonisch (0173 740 9505) entgegengenommen.

Abhol- bzw. Liefertermine erfolgen nach Absprache.

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