Wieder Gottesdienste mit versammelter Gemeinde

Es können wieder Präsenz-Gottesdienste gefeiert werden und dazu lädt die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Harsewinkel herzlich ein. Der erste Gottesdienst findet am Himmelfahrtstag um 10.00 Uhr in der Martin-Luther-Kirche statt. Die weiteren Gottesdienste werden am Wochenende zu den gewohnten Zeiten gefeiert:  Sonnabend, 19.00 Uhr in der Christuskirche in Marienfeld und Sonntag, 10.00 Uhr in der Martin-Luther-Kirche in Harsewinkel.

Es gelten weiterhin die Hygiene-Schutzmaßnahmen, daher ist das Platzangebot in beiden Kirchen begrenzt. Die Besucherinnen und Besucher werden gebeten, sich telefonisch im Gemeindebüro (Telefon 2130) oder per Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) anzumelden. Die Anmeldung sollte in dieser Woche während der Öffnungszeiten des Gemeindebüros wegen des Feiertags spätestens bis Mittwochmittag erfolgen - für die Wochenendgottesdienste bis Freitagmittag. Das Gemeindebüro ist von Dienstag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr – außer am Feiertag - geöffnet.

Darüberhinaus können Gottesdienstbesucherinnen und Gottesdienstbesucher sich selber mit der Luca-App oder der Cornawarn-App beim Betreten des Kirchenraumes einchecken.

 

 

 

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Ökumenischer geistlicher Impuls am 09.05.2021

Der zweite Sonntag im Mai, das ist der Muttertag. Der Muttertag ist für viele mehr als nur ein Tag im Kalender. Schlägt man die Zeitungen an diesem Wochenende auf, dann stellt man fest, dass dem Muttertag viele Seiten gewidmet sind. Unter der Überschrift „Liebe Grüße zum Muttertag“ kann man lesen: „Wir sind stolz und glücklich, so eine wundervolle, liebe und einzigartige Mutti zu haben...“ „Wir lieben dich von ganzem Herzen.  Alles Liebe und Güte der besten Mutti der Welt. Deine vier Töchter“.  Oder… „Liebe Mama, auf diesem Weg wünsche ich dir alles Liebe zum Muttertag und möchte dir hiermit sagen, dass ich immer, auch in schweren Zeiten, für dich da bin, so wie du es auch immer für mich warst und bist. Danke für alles…“.

Zu allen Zeiten und bei allen Völkern wird in Liebe und Dankbarkeit der Mutter gedacht und ihre Würde gepriesen. In einem persischen Sprichwort heißt es: „Der Himmel liegt zu Füßen der Mutter“.  Russisches Gemüt hat das Wort geprägt: „Eine Mutter muss wohl hundert Herzen haben und tausend Hände“. Indische Weisheit fragt staunend: „Welcher Ehrwürdige kommt einer Mutter gleich?“ Im Deutschen kennen wir das Wort: „Unter zehn tüchtigen Männern verdanken neun das, was sie sind, der Mutter“.

Ich werde meine Mutter nie vergessen, denn sie pflanzte und nährte den ersten Keim des Guten in mir, sie öffnete mein Herz den ersten Eindrücken der Natur, sie weckte und erweiterte meine Begriffe und ihre Lehren haben einen immerwährenden heilsamen Einfluss auf mein Leben gehabt. Für meinen Glauben an Gott und meine Berufung als Priester haben meine Mutter und Familie eine große Bedeutung.

Die Mutter schenkt uns das Leben. Keiner hat sich selbst ins Leben gebracht. Die Mütter sind unsere ersten Bezugspersonen. Die Mutter-Kind-Beziehung ist so grundlegend, dass sie in der Regel schon die Weichen für die spätere Entwicklung und Entfaltung des Kindes stellt. Ob wir es wollen oder nicht, wir bleiben zeitlebens Sohn oder Tochter unserer Mutter und natürlich unseres Vaters, egal wie die Beziehung sich in den Folgejahren entwickelt.

Dank für das geschenkte Leben, Dank für die Liebe und Fürsorge, das, was man zum Muttertag bewegt, kann und soll auch unsere Beziehung zu Gott prägen. Mit einer noch maßloseren Liebe trägt er uns und umfängt uns.

“ Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt“- so heißt es in einem Text der Bibel, und diese Liebe eröffnet uns Leben selbst über den Tod hinaus.

Der Evangelist Johannes stellt diese untrennbare Liebesbeziehung zwischen Gott und uns Menschen im Bild des Weinstocks dar. Im Sonntagsevangelium (Joh 15, 9-17) sagt Jesus: „Liebt einander, so wie sich euch geliebt habe“. Gott hat seine Liebe uns erwiesen in Jesus- aber auch, das müssen wir heute auf jeden Fall hinzufügen- in den Müttern.

Der heutige Tag ist Anlass, unseren Eltern Danke zu sagen für das, was sie für uns getan haben, und für uns tun, und er ist Anlass, Gott zu danken für das Geschenk seiner Liebe, die alle menschliche Liebe umgreift und ermöglicht. Wir danken Gott für Maria, die Mutter seines Sohnes und unsere himmlische Mutter; wir danken Gott aber auch für unsere eigene Mutter, die er uns geschenkt hat.

Ich wünsche alles Gute und Gottes Segen den Müttern und den mütterlichen Frauen zu ihrem Muttertag.

 

Pater Paul Varghese, CMI

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Stellungnahme der evangelischen Pfarrer zur ökumenischen Situation

Die Verpflichtung zur Ökumene ist begründet in dem Wort Jesu:

„Alle sollen eins sein;

wie du, Vater, in mir bist und ich in dir,

so sollen auch sie eins sein,

damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.“ (Johannes 17,21)

 

Damit ist die Einheit der Kirchen nicht in die Beliebigkeit der Handelnden gestellt, sondern diese Einheit wird von Jesus selber begründet. Ja, mehr noch:

An dieser Einheit entscheidet sich die Glaubwürdigkeit der Christen in dieser Welt.

So ist Jesu Wort Auftrag und Aufgabe der christlichen Kirchen, dem sie sich nicht entziehen können.

Spätestens seit Anfang der 1990er Jahre gibt es ein vielfältiges und fruchtbares ökumenisches Miteinander der evangelischen und katholischen Gemeinden in Harsewinkel und Marienfeld. Dieser Ausdruck gewachsener, sichtbarer ökumenischer Gemeinschaft mündete im 1. Ökumenischen Stadtkirchentag vom 20. - 22. September 1996. Seitdem entwickelten sich zahlreiche ökumenische Aktivitäten wie gemeinsame Gottesdienste und Bibelwochen, regelmäßige Treffen der in Seelsorge und Verkündigung Tätigen beider Konfessionen, Grußworte der jeweils anderen Konfession bei Konfirmationen, Erstkommunion und Firmung, größere Aktionen, wie z.B. die Lange Ökumenische Tafel mit über 200 TeilnehmerInnen in der Harsewinkler Innenstadt, ökumenische Kindermusicals mit bis zu 250 Kindern und vieles mehr.

Herausragend ist der jährlich in der Marienfelder Klosterkirche stattfindende Ökumenische Gottesdienst mit gleichzeitiger Feier von Eucharistie und Abendmahl „unter einem Dach“. Ein Gottesdienst, dessen liturgische Ausgestaltung die Geistlichen aller drei großen Konfessionen sichtbar im ökumenischen Geist feiern und der in dieser Ausgestaltung weit über unsere Stadtgrenzen hinaus Beachtung und höchste Anerkennung findet.

Die sicherlich größte und wichtigste gemeinsame Veranstaltung bildete der 4. Ökumenische Stadtkirchentag, bei der die drei großen Kirchen Harsewinkels (katholisch, evangelisch und syrisch-orthodox) eine gemeinsame „Charta Oecumenica“ verabschiedeten. Damit ist die Ökumene verpflichtender Arbeitsbereich aller drei Kirchen.

Neben den vielfältigen sichtbaren Aktivitäten entwickelte sich in den zurückliegenden 25 Jahren ein großes Vertrauen zwischen den Geistlichen, den hauptamtlich Mitarbeitenden und den Mitgliedern der jeweiligen Gemeinden untereinander bis hin zu Freundschaften. Hiervon aus ist seit vielen Jahren ein Grundverständnis gemeinsamen Handelns gewachsen, oft verbunden mit einem „kurzen Dienstweg“.

Dass die Ökumene in den Gemeinden fest verankert ist, zeigt sich daran, dass wir als evangelische Pfarrer in den letzten „turbulenten“ Wochen oft gefragt worden sind, wie wir das zukünftige ökumenische Miteinander beurteilen.

Sowohl Pater Gottfried als auch Dechant André Pollmann fühlten und fühlen sich immer sehr stark der Ökumene verpflichtet. Durch die Corona-Situation war das leider nicht mehr so offensichtlich, weil die meisten Gottesdienste und gemeinsamen Veranstaltungen nicht stattfinden konnten bzw. durften. Vieles davon liegt aber geplant „in der Schublade“, bereit zur Umsetzung, wenn die Pandemie beendet ist.

Deswegen bedauern wir es zutiefst, dass wir die Zukunft nicht mehr mit beiden katholischen Pfarrern gestalten können.

Wir wissen aber auch, dass wir gemeinsam seit vielen Jahren Strukturen und Beziehungen geschaffen haben, die in der Zukunft weiter tragfähig bleiben werden. Weil die Ökumene sozusagen zur DNA beider Gemeinden gehört, und das Bekenntnis dazu eine wichtige Rolle sowohl in der evangelischen als auch in der katholischen Kirche spielt, sind wir sicher, dass der eingeschlagene Weg auch mit neuen Pfarrern in der Pfarrei St. Lucia nicht mehr umkehrbar ist.

Der wohl mit Abstand wichtigste Satz in der Charta Oecumenica lautet:

Nicht das gemeinsame Handeln muss begründet und gerechtfertigt werden, sondern das getrennte.

Diese Verantwortung für gemeinsames Handeln gilt verpflichtend auch weiterhin für alle drei Gemeinden, um den Auftrag Jesu aus dem Johannesevangelium zu erfüllen.

Martin Liebschwager und Jörg Eulenstein

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Ökumenischer geistlicher Impuls am 02.05.2021

Jesus spricht: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht.“

Mögen Sie gerne Wein? Ich selbst kann von mir zwar nicht behaupten, dass ich ein großer Weinkenner wäre. Doch für ein gutes Gläschen in fröhlicher Runde bin ich immer gerne zu haben, wenn die Umstände es erlauben. Diese Erfahrung haben Menschen schon immer mit Wein gemacht, wenn es gemeinsam etwas zu feiern gab. Kein Wunder, dass wir Wein und Freude schnell miteinander in Verbindung bringen (– zumindest solange dabei niemand hemmungslos über die Stränge schlägt).

Auch Jesus geht es um Freude, wenn er das Bild vom Weinstock aufgreift. Indem er uns mit den Reben vergleicht, aus denen die Frucht für den Wein hervorgeht, sagt er uns: „Bringt Freude in diese Welt.“ Es geht hierbei nicht einfach um oberflächlichen Spaß. Der „gute Wein“, den die Menschen brauchen und den ich ihnen geben soll, ist Lebensfreude im Sinne von Zuwendung, Trost und Mut.  

Jesus gibt mir auch mit auf den Weg, wo ich die Kraft für eine solche Lebensfreude hernehmen kann: So wie Reben durch ihre Anbindung an den Weinstock ihre Nährstoffe erhalten, so soll auch ich eng mit Jesus verbunden „bleiben“. Oder etwas nüchterner formuliert: Jesus legt mir ans Herz, dass ich eine enge Beziehung zu ihm pflege. Praktisch geschieht das für mich vor allem im Gebet und dadurch, dass ich Jesu Worte immer wieder auf mich wirken lasse. Wo ich für die Beziehung mit Jesus etwas tue, begegnet er mir in meinem Innersten und wirkt mit seiner Liebe in mir. Das gibt mir neue Kraft zum Glauben und zum Leben. Mit Jesu Hilfe entsteht so eine Zuversicht und Freude, die für mich selbst gut ist und die mich Gutes für andere tun lässt. Oder um im Bild zu bleiben: Die Anbindung an Jesus macht es mir möglich, anderen Menschen immer wieder einen „guten Wein“ einzuschenken, der wahre Freude ins Leben bringt – und das ganz ohne Alkohol.

 

Matthias Piontek

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Gottesdienstsituation

Liebe Gemeindemitglieder,

leider lässt das Infektionsgeschehen zur Zeit keine Präsenzgottesdienste zu.

In Anlehnung an die Wiedereinführung des Präsenzunterrichts an den Schulen hat das Presbyterium beschlossen, dass Präsenzgottesdienste ab einer Inzidenzzahl von unter 165 wieder stattfinden werden. Das Presbyterium beobachtet fortlaufend die Corona-Lage und wird enstprechend weitere Beschlüsse fassen.

Wenn Sie seelsorgliche Begleitung oder eine andere Form der Hilfe suchen, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns oder direkt zu den Pfarrern auf! Nutzen Sie hierfür u.a. das Kontaktformular: http://www.kirche-hsw.de/index.php/kontaktformular

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